Zu besonderen Anlässen

Geistliche Impulse zu besonderen Tagen und Anlässen

 

Sommer - Sonne

„Du bist schön wie die Sonne und Licht ist dein Kleid“

  Deine Sonne scheint über unsere Erde,    
  mit ihr sehen wir,
  dass alles gut und schön ist.

  Herr, unser Gott,
  gib, dass dieses Licht
  uns einfach mit Freude erfülle,

  damit wir erkennen,
  wie schön du bist,
  der du so viel Wunderbares geschaffen hast.

 

 

Ferien

    Frei sein, fort-fahren.
    Neues sehen, anderes erleben;
    das Alte loslassen, auf Distanz betrachten.
    Und schließlich neu ans Alte gehen.

    Wer anderes erlebt, bringt anderes in sein Leben,
    wird anders, ändert sich, ist unterwegs.

    Ein anderer geht vielleicht gar nicht fort
    und ist doch unterwegs:
Er lässt die Menschen und die Dinge ganz einfach sein.

Und siehe da: Sie begegnen ihm immer wieder neu.
Er ist unterwegs – am Ort.
Einmal müssen wir alle gehen.

Elmar Gruber

 

Ferienzeit - Endlich ZEIT auch für mich:










 

 

 

Warum ich die Kirche zum Leben brauche
(Kirchweihe / Kirmes)

„Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kirchen leben.
Ich brauche ihre Schönheit und Erhabenheit.
Ich brauche sie gegen die Gewöhnlichkeit der Welt.
 
Ich will zu leuchtenden Kirchenfenstern hinaufsehen
und mich blenden lassen von den unirdischen Farben.
Ich brauche ihren Glanz.
 
Ich will mich einhüllen lassen von der herben Kühle der Kirchen.
Ich brauche ihr gebieterisches Schweigen.
Ich brauche es gegen den unausstehlichen Lärm der Welt.
 
    Ich will den rauschenden Klang der Orgel hören,
    diese Überschwemmung von überirdischen Tönen.
    Ich brauche ihn gegen die schrille Lächerlichkeit des dröhnenden Rock und Pop.
 
    Ich liebe betende Menschen.
    Ich brauche ihren Anblick.
    Ich brauche ihn gegen das tückische Gift des Oberflächlichen und Gedankenlosen.
 
    Ich will die mächtigen Worte der Bibel lesen.
    Ich brauche die Kraft ihrer Poesie.
    Ich brauche sie gegen die Verwahrlosung der Sprache und die Diktatur der Parolen.
 
Eine Welt ohne diese Dinge,
wäre eine Welt,
in der ich nicht leben möchte.“

(aus einem Roman von Pascal Mercier)

 

Kreuzerhöhung

   Am 14. September ist ein wichtiger Tag für die Kreuzkapelle: 
   Das Fest "Kreuzerhöhung".
   Da die Kreuzkapelle für die Verehrung des Kreuzes Christi
   gebaut wurde, ist sie der bevorzugte Ort, dieses Fest dort
   mit einem Gottesdienst zu feiern.

 

   "Ave crux - spes unica"
 

     (Inschrift in der Kreuzkapelle: 
     "Sei gegrüßt heiliges Kreuz - du einzige Hoffnung")

 

 

 

 

Erntedanksonntag

Danken wozu ? – Die Regale sind doch voll!

  Ich glaube, zum Leben gehört mehr
                als Essen und Trinken, Wohlstand und Gesundheit.
  Ich glaube, zum Leben gehört mehr
             als Lehren und Lernen, Begreifen und Verstehen.
  Ich glaube, zum Leben gehört mehr
                 als Lust und Befriedigung, Erfolg und Glück.
  Ich glaube, zum Leben gehört auch
                 Vertrauen und Hoffen, Sich-Gedulden und Warten.
  Ich glaube, zum Leben gehört auch
                  Angst und Scheitern, Trauer und Verzweiflung.
  Ich glaube, zum Leben gehört der, der mir mein Leben gab:
                   Gott, ich danke dir. 

 

 

Als Mensch an das Größere wenden

(zur Frankfurter Buchmesse)

   „Nur wenn wir die Größe und Herrlichkeit Gottes besingen,
    ihn anflehen, seinen Beistand erbitten, wenden wir uns an
    etwas Größeres, als wir Menschen sind, die auch immer in
    einer Zeit gefangen sind.
    Und dieses Größere, dieses herzweitende Andere muss auch
    sprachlich einen anderen Ausdruck finden.
    Beim Christentum -als Religion der Öffnung und der Zugewandtheit,
    muss so etwas wie ein Geheimnis mitschwingen, das größer ist
    als wir, dass wir nicht ermessen können, dass uns aber erhebt,
    sodass wir über unsere Seinsweise, die normalerweise sehr
    gedrückt ist und eng und kleinlich, hinausgeraten.“

                                                      
     (Sibylle Lewitscharoff, ausgezeichnet 2013 mit dem Büchner-Preis,
     in ihrem Buch: „Vom Guten, Wahren und Schönen“ , Berlin 2012)

Symbol Dreifaltigkeit, Kirche "Mariä Heimsuchung"
Sonthofen




Tag der Anbetung

     Gelegenheit, die Gottesbeziehung
    zu bedenken, zu erneuern, zu festigen.


    „Vor wem gehe ich in die Knie“? 

    Sprechzeiten Gottes:
    Immer.
    Ohne Voranmeldung.
    Ohne Warteliste.
    Ohne Praxisgebühr.
    Sein Dasein ist eine seiner Eigenschaften.

    "Gottheit tief verborgen,
     betend nah ich dir.
     Unter den Gestalten
     bist du wahrhaft hier."

 

 

Erinnern oder Vergessen: Wähle!

Psalm 103  - eine Hilfe zur Persönlichkeitsentwicklung

   „Es wächst Gras darüber“!
   Wir meinen damit, es vergeht alles, es wird vergessen, die Erinnerung verschwindet.

   Der Psalm 103 fordert auf,  ja nicht zu vergessen, was Gott den Menschen Gutes getan hat,
   denn von dieser Erinnerung lebt der Glaube.


   Lobe den Herrn, meine Seele,

   und alles in mir seinen heiligen Namen!
   Lobe den Herrn, meine Seele,
   und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

  ► Was hat denn Gott den Menschen Gutes getan?

   der dir all deine Schuld vergibt             
   - ist das so selbstverständlich?
   der all deine Gebrechen heilt    
   - sicher nicht den Beinbruch, aber Gebrechen,
   für die
Menschen heute Psychologen und Psychiater aufsuchen
  
der dein Leben vor dem Untergang rettet
   - ist das nicht sensationell?
   der sich erbarmt über alle, die ihn ehren 
   - ist das nicht tröstlich, angesichts der Härte und der vielen Formen von Brutalität heute?
 
(Bibelbrett aus der Aktion "Bibelbretter malen
im Jahr des Glaubens", 2013)


Der Psalm ruft auf, dafür Gott zu loben,
und nicht Gras über diese Erinnerung wachsen zu lassen:
„Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat und tut“ –  Das Nachdenken über dieses Wort lässt uns erkennen,  w i e  Gott uns führt.
So wird und bleibt man ein dankbarer Mensch: Ist der Psalm nicht eine wunderbare Hilfe zum Leben – zur Entwicklung unserer Persönlichkeit?


►Den ganzen Text von Psalm 103 findet man im GOTTESLOB Nr.742, 3 und in der Bibel im „Buch der Psalmen“.

 

Zeig uns Deine Wege

  "Zeige mir, Herr, deine Wege,
  Lehre mich deine Pfade!

  Führe mich in deiner Treue
  und lehre mich;

  Denn du bist der Gott meines Heiles.
  Auf dich hoffe ich allezeit."

 

 

  Aus Psalm 25


 

 

 

 

 

Gebete
(aus der Woche des Gebets)

 

In Dir bin ich                                                                       

Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde:

Deine Gegenwart durchdringt alles.

Dein Wort schafft alles.

Deine Liebe gewährt alles.

Deine Treue erhält alles.

Deine Barmherzigkeit verzeiht alles:

In dir leben wir, bewegen wir uns und sind wir.

 

Du kennst mich:

Du kennst mich besser, als ich mich kenne.

Du kennst meine Gedanken.

Du kennst meine Sehnsüchte und Wünsche.

Du kennst meine Zweifel und Fragen.

Du kennst meine Ängste und meinen Ärger.