Neue Erfahrungen am Gründonnerstag 2013

Gottesdienst und Leben:

Wie der Gründonnerstag 2013 zu einer neuen Erfahrung wurde!

 

Wer am Gründonnerstag den Abendmahlsgottesdienst in St. Peter Niederzeuzheim mitgefeiert hat,

der spürte die Wirkung seiner Zeichen, seine Stimmigkeit, seinen tiefen Ernst und seinen bleibenden Auftrag. 

Die besonderen Zeichen in dieser Liturgie waren

* die Fußwaschung – als Erinnerung an Jesu Auftrag: „Ein Beispiel habe ich euch gegeben,

   damit auch ihr so handelt“

* die Bitten, dass „alle Menschen Gottes Heil erfahren mögen“

* der Gabengang für die Armen, der das Zeichen der Fußwaschung konkret umsetzte für die

   Wohnsitzlosen und andere Hilfsbedürftige im Walter-Adlhoch-Haus  in Limburg,

* die Kommunion unter beiden Gestalten: „ Mein Leib und mein Blut – für euch“!

* die Ölbergstunde: „  Wachet mit mir und betet“ – Betrachtung der Todesangst Jesu.

 

Kein anderer Gottesdienst im Kirchenjahr ist von solcher Dichte und von solch existentieller Bedeutung:
Man spürt, dass hier das eigene Leben sein Vorbild hat: Denken und Handeln aus christlicher Nächstenliebe,
die Gegenwart Jesu auf dem Lebensweg, Erfahrungen von Einsamkeit, Leiden und Angst vor dem Tod.

 

   

 

 

 

 

    Jesus stand vom Mahl auf,

    goss Wasser in eine Schüssel

    und begann den Jüngern die Füße zu waschen:

    Was ich tue, versteht ihr jetzt noch nicht,

    doch später werdet ihr es begreifen.

 

 

 

 

 

 

Noch nie haben sich die Gläubigen von der Ankündigung eines „Gabenganges für die Armen“ so ansprechen
lassen wie an diesem Gründonnerstag im „Jahr des Glaubens“.
Ohne viel Begründung haben die Gottesdienstbesucher gespürt, dass dies zum Gründonnerstag „passt“ und
haben reichlich „Gaben“ für den Lebensunterhalt der Wohnsitzlosen in die Kirche mitgebracht. Eine solch lange Gabenprozession hat es in unserer Kirche noch nie gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Nun haben wir die Gaben auch denen gebracht,
    für die sie bestimmt waren. Frau Mechthild Roth
    (stellvertretend für die Pfarrei), Frau Klaudia Glombitza
    (für den Caritaskreis) und Diakon Pyrlik
(für den Liturgiekreis)
    fuhren nach Limburg zum Walter-Adlhoch-Haus und überbrachten
    die vielen Körbe, Kisten und Säcke mit Bettwäsche, Handtücher,
    Wolldecken, Lebensmittel, Kleidungsstücke, Hygieneartikel
    und vieles mehr.

 

 

 Fotos Privat

 

 

 

 

 

 

 

 

    Vertreter aus der Gemeinde überbringen

    die Spenden aus dem

    „Gabengang für die Armen“ in das Walter-Adlhoch-Haus

 

 

 

 

 

 

Freundlich wurden wir vom Leiter des Hauses, Herrn Fenzl
und anderen Mitarbeitern und obdachlosen Männern empfangen.
Wir spürten, wie sehr sie sich über die „Gaben“ freuten.

Mit Herr Fenzl sprachen wir auch lange über die gegenwärtige
Situation der Wohnsitzlosen und erfuhren dabei
vieles vom Leben der Menschen auf der Straße und ihr
Hilfesuchen im Walter Adlhoch Haus.

 

 

 

 

 

                                                                 Herr Harry Fenzel, Leiter der Einrichtung
                                                         im Gespräch mit Vertretern aus
der Gemeinde
                                                                                         St. Peter Niederzeuzheim

 

 

Möge diese Erfahrung keine Eintagsfliege sein und möge sich in der Gemeinde immer mehr das Zeichen
der Fußwaschung konkreten Ausdruck verschaffen!                                                                                
B. Py.