Die Wegkreuze in der Gemeinde

                                   Im Dorf stehen heute drei Wegkreuze:

° das Kreuz am Dorfbrunnen:  Auffallendes Schmuckstück an einem zentralen Platz

° das Kreuz in der Schulstraße: Im Schatten des Baumes, wo sich vier Straßen kreuzen



° das Kreuz an der Elbbachbrücke: Dem Wanderer Ruhe und Rast gewährend



Wegkreuze – Relikt vergangener Religiosität ?


Wegkreuze – als Dank
Unsere Wegkreuze stammen aus vergangenen Jahrhunderten und wurden als Zeichen des Glaubens von den Stiftern aufgestellt. Manchmal ist die Errichtung eines Wegkreuzes die Folge eines Gelübdes, die Errettung aus großer Not, Dankbarkeit Gott gegenüber für die Erhörung des Gebetes.

Wegkreuze – als Orientierung
Wegkreuze dienen auch der Orientierung. Sie waren wichtige Wegmarkierungen. Manche Kreuze sind heute noch auf Wanderkarten eingetragen.

Wegkreuze – als Erinnerung
Wegkreuze erinnern an ein Unglück, an einen Autounfall oder an ein Verbrechen.
Manchmal stehen sie am Straßenrand, überraschend, unvermutet,  klein und unspektakulär, mit Papierblumen geschmückt. Diese „Kreuze des menschlichen Leichtsinns“ erinnern nicht nur – sie mahnen auch.

Wegkreuze – als Zeichen der Hoffnung
Menschen stellen Kreuze auf, weil sie nicht vergessen wollen, dass das Kreuz für sie ein Zeichen der Hoffnung ist.

Wegkreuze – als Zeichen des Glaubens
Unsere Wegkreuze im Dorf haben alle ihre eigene Geschichte. Sie werden heute noch liebevoll restauriert, damit sie erhalten bleiben als Zeichen der Erinnerung, der Hoffnung und des Glaubens. Auch mancher Vandalismus, der einige Kreuze mutwillig zerstört hatte, konnte es nicht verhindern, dass unter großen Opfern unsere Dorfkreuze wieder hergestellt wurden und im Dorf ihren Zeichencharakter behalten.

Wegkreuze – als Orte des Gebetes
Ging man früher an den Wegkreuzen vorbei, hat man kurz angehalten, den Hut gelüftet, sich bekreuzigt und ein Stoßgebet gesprochen. – Diese schlichte Form des Gebets ist vielen heute unbekannt oder verloren gegangen.


 


 


Ausdrücklich erlebt man im Dorf die Wegkreuze
als Orte des Gebetes an Fronleichnam,
wenn davor ein Altar aufgebaut wird und die
Gemeinde sich zum eucharistischen Lob und Dank
davor versammelt



 
 


Früher am Dorfrand, heute Verbindungsglied zwischen Altdorf und Neubaugebiet: Das "Kapellchen".



    


 


    


     Ein Ort der Marienverehrung,                                                                         
     von der Frauengemeinschaft gepflegt
     und Versammlungsort zur jährlichen
     Maiandacht und zur Messfeier am Fest
     "Mariä Aufnahme in den Himmel".

 
     Wegkreuze und Kapellen: Mehr als Nostalgie und Kultur:
     Stützen des Glaubens,
     Erinnerung, dass Gott mitten drin ist in unserem Alltag
     und all unsere Lebenswege begleitet.

     Wer die Kirche nicht mag,
     der kann wenigstens mit Hilfe der Wegkreuze und Kapellen
     seine Gottesbeziehung aufrecht erhalten.


      BPy