Indien - Sr Jaicy zu Gast!

Indien, ein Land ... mehr als Du siehst!

Zum 5. Fastensonntag dem Misereorsonntag "Heute schon die Welt verändert?"

hatte der Liturgiekreis und der Pfarrgemeinderat Sr Jaicy eine Provinzrätin aus der Ordensgemeinschaft der ADJC der Dernbacher Schwestern eingeladen. Gerade die Dernbacher Schwestern arbeiten in Indien, haben dort viele kleine Gemeinschaften die sich der Not der Menschen in Indien besonders zuwenden.

Im Gottesdienst berichtete sie über das Land Indien.

Misereor - steht in diesem Jahr unter dem Motto "Heute schon die Welt verändert?" und wird gemeinsam mit der katholischen Kirche in Indien veranstaltet. Die Fastenaktion nimmt in diesem Jahr insbesondere die Situation benachteiligter Bevölkerungsgruppen auf dem Subkontinent in den Blick. Die Kirche ruft die Gläubigen dazu auf, für die Einheit aller Menschen einzutreten. Es gelte, "Einheit und Vielfalt zusammenzubringen, die große Vielfalt der Menschheit, der Schöpfung, der Kulturen, der Traditionen in die eine Gemeinschaft des Bundes Gottes einzubringen". Heute werden die Gläubigen in allen katholischen Gottesdiensten über die Arbeit von MISEREOR informiert und um Unterstützung gebeten. So bin ich heute hier eingeladen über Indien und den Einsatz unserer Gemeinschaft in Indien zu berichten.

  

Unterstützt für den Gottesdienstbesucher durch Bilder und Grafiken erzählte Sr Jaicy

Die Bevölkerung Indiens gehört zu den ärmsten und am schlechtesten ausgebildeten weltweit. Das hohe Wirtschaftswachstum erhöht bisher nicht den sozialen Wohlstand.

In der Verfassung sind 18 Sprachen anerkannt. Doch die Zahl der gesprochenen Sprachen und Dialekte ist noch viel größer. Auch soziale und gesellschaftliche Normen unterscheiden sich stark – von Region zu Region und zwischen Stadt und Land.

In keinem anderen Land sind so viele Religionen nebeneinander vertreten wie in Indien.

Indien war sogar die Geburtsstätte von 2 großen Weltreligionen, dem Hinduismus dem Buddhismus und Jainismus. Leider führten die großen sozialen Probleme des Landes immer wieder zum Ausbruch von religiösen Konflikten (hauptsächlich zwischen Hindus und Moslimen).

Zu jedem Bild gibt es ein Gegenbild, zu jeder Faszination die Ernüchterung. Religionsfreiheit etwa ist für Christen in Indien nicht selbstverständlich. Auch für viele Frauen ist die Angst vor Gewalt ein ständiger Begleiter.

  Maria arbeitet für einige Zeit in Dernbach.

 

Im 18 ten Kapitel des Lukas Evangelium lesen wir der Traum von Jesus. Dort heißt es; Jesus Traum (Lukas 4,18-19):

“ Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr das Herrn ausrufe.“

Katharina Kasper lebte die Spiritualität des erwählten Gottesknechtes, der in den Gottesknechtsliedern bei dem Propheten Jesaja beschrieben ist. Maria von Nazareth, die die Heiligen Schriften ihres Volkes kannte, nannte sich die Magd des Herrn. Katharina orientierte sich an dem Beispiel Mariens und gab ihrer Gemeinschaft daher diesen Namen: Arme Dienstmägde Jesu Christi.

Das Christusbild der ADJC ist das des fußwaschenden Jesus von Nazareth, der im Bewusstsein seiner Würde den Jüngern die Füße wusch. Seit 1970 leben und wirken wir als ADJC für die Menschen in Indien. Als internationale Kongregation fühlen wir uns dem Geist der Internationalität verpflichtet durch Zusammenarbeit und durch Kooperation mit den Anforderungen der Kongregation in den verschiedenen Ländern. Die Schwestern arbeiten in Provinzen und Pro- Regionen in 9 Ländern.

Katharina hatte die Welt verändert für die Menschen hier in unserer Region.

An uns liegt es, in den Gruppen und Gremien, in den Dörfern und Städten, in den Pfarreien in den Kirchen.

Glauben neu mitzugestalten, damit wir so die Welt ein kleines Stück verändern.

Fastenessen

Im Anschluss wurde zum Fastenessen ins Pfarrheim eingeladen. Viele fleißige Hände trugen dazu bei, indische Speisen auf den Tisch zu zaubern, auf indische Küche hatten sich eingelassen, Karin, Anka, Sally, Carina, Nicole, Marion, Nunzia, Michaela,

Der Erlös der Spende wird mit der Kollekte Misereor übewiesen, auch hier allen ein herzliches Dankeschön. Besonders auch all denen die gerne gekommen sind.