Das Pfarrheim

Von der „Zehntscheune“ zum Pfarrheim.  - Ein Gebäude hält 265 Jahre Dorfgeschichte wach.
 
Zehntscheune“ - „Alte Scheune“ - „Jugendheim“ -  „Pfarrheim“ – das sind im Groben die Stationen des heutigen „Pfarrheims St. Peter“. 265 Jahre Geschichte hat dieses Haus erlebt und war Treffpunkt nicht nur für freudige Ereignisse – so kann man in den Geschichtsbüchern über die Zeit der „Zehntabgabe“ lesen.

Aus den Anfängen

1748 erbaut,  erlebte die Scheune im Zuge der Aufklärung in der nassauischen Revolution (1848 – 1849)  durch das Edikt  des Herzogs Adolph von Nassau 1840 über die Ablösung des Zehnten ihr Ende als „Zehntscheuer“.
1978  war das Haus bereits in einem baufälligen Zustand, dennoch musste der damalige Bürgermeister – notgedrungen -  für die Asylanten Obdach suchen und ihnen die Räumlichkeiten der „Scheune“ überlassen.

 

Erste Hilferufe

Der damalige Pfarrgemeinderat richtete einen dringenden Antrag zur Renovierung des Gebäudes an das Bischöfliche Ordinariat und begründete die Dringlichkeit u.a. damit, dass
  

„Der Kirchenchor, die Frauengemeinschaft,der Altenclub usw. keine feste Bleibe haben und auf private Räume angewiesen sind. Der Anspruch, den Kinder und Jugendliche an eine christliche Gemeinde stellen, kann nicht erfüllt werden, wenn die Pfarrei keinen Ort der Begegnung zur Verfügung hat. Alle größeren Aktivitäten, die Gemeindemitglieder in Bewegung bringen wollen, müssen sofort vergessen werden, da man diese ja nicht in irgendeiner Wohnung abhalten kann." 




Die Baugenehmigung

1979 kam Bischof Kempf zur Firmung in die Gemeinde, überzeugte sich vom schlechten Zustand des Gebäudes und versprach, sich persönlich für eine Renovierung einzusetzen.

Da im Bistum für 1979 und folgende Jahre keine Neubaumittel zur Verfügung standen und auf der „Bauliste“ bereits viele andere renovierungsbedürftige Gebäude standen, konnte erst 1983 die Baugenehmigung (und damit auch die Zusage der Zuschüsse des Bistums)
kommen. "Weil das alte Fachwerkhaus einen historischen Wert hat, wird es nicht abgebrochen, sondern umgebaut und mit einem neuen Treppenturm versehen. Das Bischöfliche Ordinariat und das Architekturbüro Reichwein sichern der Kirchengemeinde eine vernünftige Ausbaulösung zu". (Aus der Baugenehmigung vom 24. Mai 1983). 1983 kamen die Bagger. 

 


Durch viel Eigenleistung einzelner Personen und Vereine konnte die Bauzeit auf ein Jahr verkürzt werden.

 
Die Einweihung

1984 war die Einweihung. Der Grundstein, (der vorher viele Jahre als „Altarstein“ in der alten Kirche St. Justinus zu Höchst  im Hochaltar eingeschlossen war und durch Veranlassung  des damaligen Liturgiereferenten des Bistums zum „Grundstein“ umgearbeitet wurde) dokumentiert:



Der Grundstein ist heute neben dem Eingang zum Pfarrheim in der Wand zu sehen.Man sieht deutlich, dass dieser Stein sich von anderen
"Grundsteinen" unterscheidet: Auf ihm sind 5 Kreuze eingemeiselt, sie bedeuten die 5 Wunden Jesu Christi. Damit wird ausgesagt, dass das
Pfarrheim keine selbständige Existenzberechtigung hat, sondern hingeordnet ist auf die Orte in der Gemeinde, an denen Tod und Auferstehung Jesu Christi und seine Bedeutung für uns rühmend gefeiert werden: Pfarrkirche und Kreuzkapelle. So gehört das Pfarrheim zum "theologischen Dreigestirn" der Gemeinde.

Am Tag des Patronatsfestes, am 24. Februar 1985 war es dann soweit. Der damalige Bezirksdekan Alois Staudt nahm die feierliche Einweihung des Pfarrheimes vor, unter Mitwirkung des Kirchenchores. Pfarrer war damals Toni Held, PGR-Vorsitzende Rosemarie Heinzmann.


Mitwirkung des Kirchenchores (Leitung Josef Hecker)

 

Wünsche damals

In der „Einladung“ zur Einweihung des neuen Pfarrheimes standen damals diese Wünsche des Verwaltungsrates und des Pfarrgemeinderates: „Wir hoffen mit Ihnen, dass durch dieses Haus das kulturelle und gesellschaftliche Leben in unserem Dorf neue Impulse erfährt, dass aber gerade unser christliches Leben weiter an Gestalt gewinnen kann, wenn wir uns in diesem neuen Heim in frohen Stunden, aber auch Augenblicken der Besinnung zusammenführen lassen“.
 

29. Jahre danach:

viele Wünsche haben sich erfüllt. Das Pfarrheim St. Peter ist nicht nur ein schönes „Haus für die Gemeinde“ geworden – unter Bewahrung alter historischer Substanz – es ist aus dem Leben der Gemeinde nicht mehr weg zu denken. Es ist zum Ort der Begegnung geworden, zum Ort von Vereinstätigkeiten, zum Tagungsort der kirchlichen Gremien und Gruppen, zum Ort des Gebetes beim Morgenlob, zum Ort des Hörens und Diskutierens bei Vorträgen, zum Ort des Tröstens und der Trauerbewältigung, zum Ort der Freude bei Hochzeiten, Erstkommunion, Geburtstagen und persönlichen Jubiläen.
Unsere Pfarrbücherei hat einen geeigneten Raum, um ihren unterstützenden Bildungsauftrag zu erfüllen, ob Kirchenchor, die Frauengemeinschaft,  der Seniorenkreis, die Kinderarbeit /Katechese, Veranstaltungen der Pfarrgemeinde, an Nebenräumen, sei es für Notenschränke, Materialien für Veranstaltungen: z.B Erzählcafe, Eltern/Kind Frühstück, Buchausstellung, Autorenleseung, Woche des Gebetes, Frühstück nach der Roratemesse im Advent. Agapefeiern, Fastenessen, Musikunterricht und Proben des Musikvereins, alle Feste und Feiern und vieles mehr.

Veranstaltungen der Pfarrgemeinde,  Frauengemeinschaft, Kirchenchor und Kindergarten brauchen die Räume zu verschiedenen Zeiten in der Woche. Die Empore im großen Saal wird bei allen Veranstaltungen zusätzlich und unterschiedlich genutzt.


Man kann mit Recht sagen, dass die Erwartungen, die mit dem neuen Pfarrheim verbunden wurden, sich erfüllt haben und das kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Leben im Dorf heute noch wesentlich prägen.

Wer kann in das Pfarrheim?

Das Pfarrheim kann auch für private Veranstaltungen ganz oder teilweise gemietet werden.
Dabei ist zu beachten, dass die angemeldeten Veranstaltungen der Pfarrgemeinde und ihrer Gruppen den Vorrang haben. 
Näheres regelt die „Benutzerordnung des Pfarrheimes“, die im Saal des Pfarrheimes öffentlich aushängt oder bei den Mitgliedern des Verwaltungsrates erfragt werden kann (siehe dazu „Kontaktpersonen"). Barrierefreiheit wird weiter angestrebt.

                                                                                                                           
                                                                                                                                  

  

 

 

Anmeldungen für private  Veranstaltungen und Anmieten des Saales
oder kleinerer Räume sind zu richten an Marianne Hofmann, Mittelstr.10, Niederzeuzheim, Tel. am Abend 06433 / 2887 am Tag 06436 / 3055 ,
oder an das Kath. Pfarrbüro Oberzeuzheim (Frau Münz) Tel. 3295.
Für die Anmietung der Räume zu privaten Anlässen ist eine Gebühr zu zahlen.  BPy.